Nicht nur reden – MACHEN!!!


Am Mittwoch den 7.4.22 kamen 45 Ukrainer*innen nach Hambrücken auf das Gelände der AU in der Wittumstraße. Da es bereits bei der Anreise erhebliche Verzögerungen gab, zog sich diese durch den ganzen Tag.

Nach Registrierung, Zimmerzuweisung gab es die Möglichkeit sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch die Verantwortlichen der Gemeinde und des LK hatten wohl nicht einkalkuliert, dass diese Menschen ohne etwas kommen. Gegen 20 Uhr erreichte den Turnverein Hambrücken ein Hilferuf
Uli, wir haben nichts mehr!!!

Mit wenigen Klicks waren die Turner*innen informiert und was dann folgte ist Wahnsinn!
Bereits am Donnerstag ab 9 Uhr kamen Sachspenden in Form von Lebensmitteln, Hygiene, Kleidung (wie gesucht Größe XL) und es sollte nicht abreißen. Die Abtl. Turnen Uli Grub und ihre Familie packte drei Autos voll Spenden und brachte sie in die AU. Dort sind zwei Garagen für Lebensmittel und Kleiderausgabe. So schnell konnte man gar nicht einräumen, wie die Spenden dankbar angenommen wurden. Fazit nach einer Stunde: Nudeln haben wir noch, Hygiene ausreichend, ein Pack Zucker ist noch da. Doch was Uli Grub zu Hause erwartete machte sie sprachlos und das kommt nicht oft vor.
Wieder Lebensmittel! Wieder Päckchen mit Süßigkeiten! Tomatensosse!
Der eigene Keller wurde nun umfunktioniert zum Warenlager, der neue Zusatzjob heißt nun Disponent, denn die Menschen werden voraussichtlich erst zum 1.6.22 Hartz IV erhalten, sollten sie bis dahin keine Arbeit haben.

Am Samstagmorgen trafen sich fünf Helfer (Maria, Monika, Lena, Evelin, Uli) um Inventur zu machen.
Auch Ukrainer*innen, die privat untergebracht sind, kamen und halfen sortieren, Müll entsorgen, Regale einräumen.
Nach vier Stunden schlossen Maria Wilhelm, Monika Debatin und Uli Grub die Tore. Für den nächsten Ausgabetag war alles vorbereitet.
Aber die Arbeit war für Uli noch nicht zu Ende: wieder den Keller aufräumen mit neuen Spenden!!!
Weitere Anfragen koordinieren, denn es werden weitere Spenden gebraucht!
69 Ukrainer*innen leben nun im Dorf
69 Menschen die versorgt sein müssen
Ja, die Menschen haben ein „Begrüßungsgeld“ erhalten, aber Unterwäsche, Socken, … es fehlt an so vielem!
Nicht nur reden – Machen!!!

Auch in den kommenden Wochen werden EHRENAMTLICHE Autos beladen, Regale und damit Mägen füllen, Kontakte aufnehmen in einer Sprache die sie nicht sprechen.
Ein Netzwerk aus minham (Flüchtlingshilfe) Gemeinde-Team (Laien der Kirche ) und den Verantwortlichen des Turnvereins zeigt

Offene Augen Offene Ohren Offene Hände und ein GANZ GROSSES HERZ für Menschen in Not!

Der TURNVEREIN bedankt sich bei allen Spendern, die das möglich machen! Dyakuyu